[ Buchvorstellung ] Le petit Jouet - Hingabe



Titel:  Le Petir Jouet - Hingabe
Autor: Vivien Johnson 
Verfügbar: als E-Book  und Taschenbuch folgt
Seitenzahl: 102
Preis: 0,99€ (E-Book)
 ASIN ( E-Book ):  B0744RKDPK


Band 1  : Verlangen 
Band 2 : Leidenschaft 
Band 3 : Hingabe 








Das Finale


Sie liebt ihn.
Er liebt sie. 
Sie will ihn vergessen. 
Er kämpft um sie.

Ethan hat Amelia gerettet, doch wird sie ihm dafür dankbar sein oder gleich wieder aus seinem Leben verschwinden? Und was widerfährt Amelia bei ihrer Mutter? Werden die beiden je glücklich werden?





Hier eine kleine Leseprobe:

Prolog
Ethan

»Verdammt, was tut sie hier?«, fluchte ich und betrat das Separee im ‚Désir et Passion‘.
Ich sah kurz über meine Schulter, Finley stand weiterhin im Eingang, während ich nur auf den breit grinsenden Mann zulief und mit meiner Faust ausholte.
»Finley«, rief ich, als der Mann zu Boden sackte. Finley war sofort an meiner Seite,
hielt den Mann fest, während ich bei ihr war.
Ich löste die Handschellen um ihre Gelenke und sie sackte in meinen Armen zusammen, wie ein nasser Sack.
Dinge gingen mir durch den Kopf, dass ich an dieser Situation Schuld war.
 Sie nur meinetwegen hier war.
Doch ich musste diese Gedanken abschalten. Ich musste mich um sie kümmern,
sie hier raus schaffen und in Sicherheit bringen.
»Wo willst du mit ihr hin?«, fragte Finley, der mir half ein sauberes Handtuch über ihren Rücken zu legen. Das Blut an meinen Händen nahm ich nicht wahr.
»Zu mir. Ich lasse den Doc kommen, der wird sie sich ansehen. Sieh zu, dass er seine gerechte Strafe bekommt«, zischte ich noch, hob sie hoch und verließ mit ihr das Separee.
»Ethan«, murmelte sie und ich atmete tief durch.
»Ja, ich bin hier, Baby. Ich bin hier und lasse dich nie wieder gehen, hörst du?«
Sie nickte und kuschelte sich ein wenig näher an mich heran.
Ich hoffte nur, dass sie nicht zu starke Schmerzen leiden würde. Und ich hoffte zu erfahren, warum sie dort war.
Ich durfte mich über so etwas nicht aufregen, doch gerade tat ich es.
Sie war mein Leben. Warum hatte ich sie nicht beschützt? Das wäre, verdammt nochmal, meine Aufgabe gewesen.

Finley
 Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Ethan so besorgt um jemand anderen, als um seine Familie. Ich wusste nicht, ob ich in dieser Situation glücklich darüber sein sollte.
»Sie wollte es so, Mann«, sagte der Wichser, den ich an den Stuhl gefesselt hatte, bis die Inhaberin dieses Ladens auftauchte.
»Bist du dir da sicher? Sie wollte so verprügelt werden? Von dir?« Ich spie die Worte aus und konnte nur mit dem Kopf schütteln.
Er zuckte nur mit den Schultern und schien sich keiner Schuld bewusst zu sein.Wie ich solche Männer hasste.

Kapitel 1
Ethan

Amelia lag auf der Seite, der Rücken war bandagiert.
Ich fuhr mir mit der Hand durch das Gesicht.
Wie konnte es soweit kommen? Und ich war an allem Schuld.
Hätte ich diese Scheiße nach dem Tod meines Bruders nicht abgezogen, wäre all das nicht passiert. Amelia wäre bei mir, wir wären glücklich und sie würde mich nicht hassen.
Denn mir war klar, dass sie das tat. Wie sollte sie auch nicht? Ich war doch immerhin an allem Schuld.
»Wie geht es ihr?«, fragte Scarlett und unterbrach damit meine Gedankengänge. Ich sah zu ihr hinüber, als sie gerade die Tür schloss.
»Sie schläft.« Ich hatte noch nicht viel gesprochen, seid Amelia bei mir war.
»Das ist alles meine Schuld«, meinte Scarlett und setzte sich mit Tränen in den Augen auf den Bettrand. »Wenn ich sie doch nur nicht überredet hätte in diesen Club zu gehen. Für mich. Doch ich wollte ihr eine Freude machen. Sie ablenken von den Gedanken, die sie schmerzten.«
Bei diesen Worten sah sie zu mir herüber. Doch es lagen kein Hass und auch keine Vorwürfe in ihrem Blick. Gerade machten wir uns alle Gedanken über Amelia und wie sie reagieren würde, wenn sie erfuhr, wo sie war.
»Du brauchst dir keine Schuld geben, Scarlett. Ich habe sie doch erst so weit gebracht. Wenn ich … wenn ich doch nur mehr Arsch in der Hose gehabt hätte«, erwiderte ich leise und schon wieder sammelten sich Tränen in meinen Augen.
Ich war wirklich nicht weinerlich, doch zu gerne hätte ich erfahren, was im Moment mit mir los war, dass ich es so oft tat.
Ich schüttelte den Kopf und somit auch die Gedanken ab und sah wieder zu Scarlett.
»Ich hätte zu meinen Gefühlen stehen sollen.«
»Tust du es denn jetzt?«, fragte sie und sah mich irgendwie hoffnungsvoll an.
»Keine Ahnung, vielleicht sollte ich es langsam mal? Ich glaube, wir haben beide genug gelitten und ich sollte jetzt alles auf eine Karte setzen, oder?«
Scarlett lächelte mich leicht an.
»Ja, das solltest du. Nur hoffe ich, dass es dafür nicht zu spät ist.«
Ich nickte und verließ zum ersten Mal, seit Amelia wieder da war, den Raum.

Amelia

Ich hörte Stimmen, die ich gerade nicht zuordnen konnte. Doch der Geruch, der mich umgab, war mir nur zu vertraut.
Eine warme Hand hielt meine, ich hörte jemanden Schluchzen und öffnete langsam meine Augen.
Doch statt Ethan, wie ich es in diesem Moment vermutet hätte, saß Scarlett vor mir.
»Hey meine Süße«, sagte sie sanft und streichelte mir durchs Gesicht, als sei ich zerbrechlich.
Ich versuchte mich aufzusetzen, doch ein unbändiger Schmerz durchfuhr mich, sodass ich leise aufschrie.
»Ganz ruhig, lege dich wieder hin«, sagte Scarlett und sah mich mitfühlend an.
»Was ist mit mir passiert?« Meine Stimme war heiser, dabei konnte ich doch gar nicht lange geschlafen haben. »Und wieso liege ich bei Ethan im Bett? Was tue ich hier, Scarlett? Ich will HIER nicht sein!«
Panik brach in mir aus, ich wollte aufstehen, doch wieder durchzuckte mich dieser Schmerz und erst jetzt merkte ich, dass mein Oberkörper bandagiert war.
»Du warst in diesem Club, kannst du dich daran noch erinnern?«
Ich überlegte ein wenig und schüttelte dann den Kopf. »Welcher Club?«
»Dem ‚Desir et passion‘. Ich habe dich dort hingeschickt, weil ich eine Zugangskarte bekommen hatte.«
»Der exklusive Sexclub?«, fragte ich und sie nickte. »Was wolltest du da? Beziehungsweise ich? Das einzige, an das ich mich erinnern kann, ist die Tatsache, dass Ethan mich mit dieser Schlampe hintergangen hat. Deswegen will ich auch nicht hier sein, Scarlett. Bitte.«
Doch sie schüttelte energisch den Kopf. »Nein, erst hörst du mir weiter zu.« Ich sah sie an und nickte dann. »Du wolltest dort erst nicht hin, weil es dich alles zu sehr an Ethan erinnern würde. Doch ich habe dich überredet, dass es dir nach einer Woche des Herzschmerzes gut tun würde. Und du hast das Angebot letztlich angenommen. Was im Club direkt passiert ist, weiß ich nicht. Doch irgendwann stand Ethan bei dir vor der Tür. Er wollte mit dir reden.«
Scarlett fuhr sich durch die Haare und sah leicht verzweifelt aus.
»Ich wollte dort auf dich warten, du solltest mir erzählen, wie es war. Doch als Ethan vor der Tür stand und ich gesehen hatte, wie sehr auch er litt, erzählte ich ihm von dem Club. Sein Gesichtsausdruck in dem Moment war … ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, einfach nur total geschockt oder noch schlimmer. Ohne ein Wort zu verlieren sind wir zu dem Club gefahren. Natürlich hat Mister Donovan eine Mitgliedskarte. Na ja und da fand er dich.«
Tränen sammelten sich in Scarletts Augen und als ich wieder einen Schmerz spürte, wusste ich, was das zu bedeuten hatte.
»Ich wurde geschlagen?«, fragte ich leise und konnte die Antwort in ihren Augen schon lesen.
»Er hat dich bewusstlos an Seilen gefunden, mit Handschellen gefesselt. Dein ganzer Rücken, war voller Striemen, manche waren blutig, andere nur angeritzt. Ethan hatte sofort einen Tunnelblick. Ich will nicht wissen, wie es ihm ergangen ist, dich dort so zu sehen. Er hat dich dort herausgeholt und hierher gebracht. Zu sich. Sein Arzt hat dich versorgt, deswegen ist dein Oberkörper auch bandagiert. Ich hoffe wirklich, dass du mir verzeihen kannst, Süße«, schloss Scarlett ihren kleinen Monolog ab und ich atmete tief durch.
Kurze Szenen schossen  wieder in mein Gedächtnis, wie ich durch den Club ging, immer wieder in die öffentlichen Kabinen schaute und Voyeurin spielte. Bis ich dann auf diesen geheimnisvollen Mann traf, der mich zu einer Session überredete.
Ich hatte ihm gesagt, dass ich Anfängerin sei und so etwas bisher nur privat zu Hause gemacht hatte. Doch das schien ihn nicht gestört zu haben. Ganz im Gegenteil. Er versprach mir sogar, vorsichtig zu sein. Doch anscheinend hatte ich mich geirrt.
»Du musst mir helfen, Scarlett. Ich will hier weg. Ich will nach Hause und dort meine Wunden heilen lassen.«
»Das kommt nicht in Frage«, hörte ich eine Stimme von der Tür. Ethan stand mit einem Mann mittleren Alters an der Stelle. Er hatte eine dunkle Stimme und Ethan schien die Worte des Arztes mit seinem Blick nur zu bekräftigen.
»Miss Haddock, ich weiß, dass Sie im Moment viel lieber in Ihrem eigenen Bett liegen möchten. Vor allem, nachdem ich jetzt weiß, was Mister Donovan Ihnen angetan hat. Doch leider ist das nicht möglich!«
Ich sah verwirrt zwischen dem Arzt und Ethan hin und her.
»Wieso nicht?«
»Weil die Presse inzwischen herausgefunden hat, wer die geheimnisvolle Frau an meiner Seite ist und seitdem deine Wohnung belagert. Du hast keine Minute Ruhe, wenn du nach Hause fährst«, antwortete Ethan und ich schluckte schwer.



Ethan

Es war gerade viel auf Mal, dass konnte ich an ihrem Blick sehen und wie fertig sie einfach nur war.
»Ich würde Sie gerne noch einmal untersuchen, danach lass ich Sie für heute in Ruhe«, meinte Matthew, mein privater Hausarzt und ein guter Freund. Daher hatte ich ihm auch erzählt, dass Amelia wahrscheinlich flüchten wollen würde.
Amelia nickte nur, Scarlett und ich traten auf den Flur und ließen die beiden alleine.
»Meinst du, sie wird mir verzeihen?«, fragte ich, doch Scarlett zuckte mit den Schultern.
»Ich weiß es nicht. Du musst alles offen legen, Ethan. Ich denke, du hast das alles nicht ohne Grund getan. Du bist ebenso, wie du bist. Doch du solltest ihr erzählen wieso. Und dann darauf hoffen, dass sie dir verzeiht. Regelrecht darum bitten und flehen, dass sie es tut. Sonst wird das alles nichts«, meinte sie und ich nickte.
Ich fuhr mir wieder mit der Hand durch die Haare, als ich Schritte auf der Treppe hörte.
»Und? Wie oft wollte sie schon fliehen?«, fragte Finley, als er bei uns ankam.
Ich verdrehte die Augen, während Scarlett anfing leise zu glucksen. »Ich glaube, so an die dreimal.«
Sie lächelte Finley an, er lächelte scheu zurück und mein Blick flog zwischen den beiden hin und her.
»Nein!«, sagte ich und bekam große Augen, als mir etwas klar wurde.
»Was nein?«, fragte Finley und sah mich eindringlich an.
»Ihr beide?«
Scarlett wurde knallrot im Gesicht und Finley sah total unschuldig aus.
»Was ist mit uns beiden?«
Ich verdrehte die Augen. »Ihr habt was miteinander.«
Scarlett und Finley sahen sich an, sie fing an zu grinsen und ging dann auf Finley zu.
»Ja, haben wir. Aber verrate es bitte noch nicht Amelia. Sie soll erst einmal auf die Beine kommen.«
Ich nickte und schluckte. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Aber ich freute mich für die beiden.
»Glückwunsch«, sagte ich mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht und Finley beugte sich zu Scarlett hinunter, um ihr einen Kuss auf die Lippen zu geben.
Es war ein ungewohntes Bild, die beiden miteinander zu sehen.
»Heißt das auch, dass du jetzt hier ausziehst?«, fragte ich mit einem breiten Grinsen und Scarlett sowie auch Finley sahen mich geschockt an.
Ich zog eine Augenbraue hoch, während die beiden versuchten sich zu erklären. Das sie soweit noch nicht wären, noch nicht darüber gesprochen hatten. Solche Dinge eben. Bis ich anfing zu lachen und den beiden ein Licht aufging. Ich hatte sie nur verarscht.
»Du kannst natürlich so lange hier wohnen bleiben, wie du das möchtest«, sagte ich zu Finley gerade, als die Tür geöffnet wurde und der Doc herauskam.
»Ich werde morgen nochmal wieder kommen und nach ihr sehen. Sie sollte sich ausruhen, viel Schlafen und nicht zu sehr aufgeregt werden.« Matthew sah mich eindringlich an und ich verdrehte die Augen.
»Werde ich schon nicht«, meinte ich ein wenig schmollend und schob mich dann an ihm vorbei.
»Danke fürs Herkommen, Matthew«, sagte ich noch und war dann in meinem Schlafzimmer verschwunden.

Amelia

Ich hörte, wie sich noch einmal die Tür öffnete, sich draußen jemand unterhielt und es dann ruhig wurde.
Bevor ich wusste, dass er es war, strömte sein unverkennbarer Duft zu mir herüber. Ich schlug die Augen auf und dort stand er.
Der Mann, der mir mein Herz gebrochen hatte. Zum zweiten Mal. Ich hatte mir geschworen, dass ich mich von ihm fern halten wollte. Doch wie er dort stand, so gebrochen und verletzlich. Er wusste nicht wohin mit sich und automatisch rückte ich im Bett ein wenig zur Seite und machte ihm Platz.
Er schien mit sich zu hadern, ob er sich wirklich hinlegen sollte oder nicht. Aber ich wollte ihn bei mir haben. Seine Nähe spüren. Die Nähe meines Retters.
Ich durfte es nicht fühlen und trotzdem schlug mein Herz schneller. Jeder da draußen, der meine Geschichte kennen würde, würde sagen, wie bescheuert ich doch sei. Warum war ich ihm so verfallen, dass ich nicht einmal ein paar Tage ohne ihn konnte.
Doch ich hatte keine Antwort darauf, außer, dass ich ihn liebte. Er war der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen wollte. Für immer.
Ob er inzwischen genauso empfand wusste ich nicht, doch tief in mir, hoffte ich es. Und ich hoffte, dass er es irgendwann zu mir sagen könnte. Dass er mich liebte und auch wie sehr.
»Komm her«, sagte ich leise und ein kleines schüchternes Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Er kam langsam auf mich zu, zog sich den Hoddie über den Kopf und warf ihn auf einen Stuhl in der Ecke des Schlafzimmers.
Nur mit Shirt und Jogginghose kam er zu mir, legte sich mit dem Gesicht zu mir gewandt hin und sah mich einfach nur an.
»Ich bin froh, dass es dir einigermaßen gut geht. Und das du noch hier bist«, sagte er nach einigen Minuten und brach die Stille damit zwischen uns.
»Ich bin froh, dass DU mich gerettet hast und sonst niemand anderes. Danke, Ethan«, erwiderte ich leise und sah ihm tief in die Augen.
Er lächelte und es erreichte seine Augen.
»Für dich würde ich alles tun, Darling. Wirklich alles.«
»Wirklich? Und warum hast du mir dann schon zweimal weh getan?«
Er senkte den Blick und atmete tief durch.
»Ruh dich aus, wir reden darüber, wenn du wieder fit bist. Ich verspreche es dir«, antwortete er leise, beugte sich vor und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn.

»Schlaf, Darling. Schlaf«, sagte er noch und langsam driftete ich ins Land der Träume ab.



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